„Squeeze“, Mika Rottenberg

„Squeeze“, 2010 Mika Rottenberg

1976 * in Buenos Aires (AR)

„Mika Rottenberg’s latest work Squeeze continues the artist’s inquiry into the mechanisms by which value is generated, considering the logistics of global outsourcing and the alchemy of art production. Through moviemagic portals Rottenberg links video of her Harlem studio stage set to on-location footage of an iceberg lettuce farm in Arizona and a rubber plant in Kerala, India. This composite factory toils ceaselessly to create a single precious object, one small sculpture. The video is presented in a custom-made theater. The sculpture is inaccessible – preserved offshore, out of reach for public or private viewing.

Squeeze is an architectural portrait of crisscrossing assembly lines: a multidirectional labyrinth that spins energy within a closed circuit. The central protagonist—the product around which all the work takes place—is only revealed through its raw ingredients. In the continuous video loop, the manufacturing process is never completed, remaining in constant flux. The video narrates a step-by-step choreography of rooms and mechanisms, bodies and landscapes. Laboring hands, feet, tongues and buttocks requiring pampering and maintenance. Interior spaces are penetrated by the eruptions of “foreign elements” from the exterior. As these various components of the factory “make effort” they also seem to move purely for the sake of motion.

Mika Rottenberg was born in Buenos Aires in 1976, and holds a BFA from the School of Visual Arts (2000) and an MFA from Columbia University (2004). She lives and works in New York. Solo exhibitions include San Francisco Museum of Modern Art; La Maison Rouge, Paris; KW Institute of Contemporary Art, Berlin; and P.S.1 Contemporary Art Center, New York. Her work has been exhibited in the 2008 Whitney Biennial, Whitney Museum of American Art; the Tate Modern, London; Guggenheim Museum (Bilbao and New York); The Museum of Modern Art, New York; Uncertain States of America: American Art in the Third Millenium. 2011: monographic exhibition at de Appel Arts Centre, Amsterdam.
(http://nicoleklagsbrun.com/rottenberg_press.html)

"Squeeze", Mika Rottenberg

"Squeeze", Mika Rottenberg

Stills from:
Squeeze, 2010
Single channel video installation, digital C-print

See also an interview on:

Cool Hunting Video Presents: Squeeze, Mika Rottenberg
„The multimedia artists shows us her Harlem studio, where she recently built her folk tale-themed entry to the Whitney Biennial
by Cool Hunting Video in Culture on 24 March 2008
For our final video taking a closer look at this year’s Whitney Biennial, we travel to the Harlem studio of video artist Mika Rottenberg. Known for videos depicting women engaging in elaborate systems of production that often harvest their own body, Mika shows us the set of her latest piece (and Biennial installation), „Cheese“ and tells us the backstory of making the video. We also spend some time at the former brewery talking over her motivations and strategies—from the role that sound plays to finding her actors online.“

and:

http://nicoleklagsbrun.com/rottenberg_press.html

http://www.deappel.nl/exhibitions/e/715/m/

„d.i.v.o. Institute“ – Mark Divo

„d.i.v.o. Institute“ – Mark Divo

„Mark Divo (* 1966 in Luxenburg) ist zugleich Konzeptkünstler und Kurator. Divos weit verzweigtes Werk annektiert und persifliert, er eignet sich alles an und verwertet, was ihm in die Finger und Hirnwindungen gerät: Abfall, Antiquitäten, Versteinerungen, Nippes, Bücher, noch mehr Bücher, Ideen sowie heroische Gesten aus der Kunstgeschichte, alles fließt in sein Werk ein.

Farbige viereckige Putzschwämmchen werden in Megamops zu Persiflagen auf die Werke der Konkreten oder er stellt große Malerei in inszenierten Fotos nach: Von Géricaults Floss der Medusa, über Spitzwegs Armer Poet bis zu Jacques Louis Davids Schwur der Horatier. Und immer wieder tauchen Bücher auf, einmal als Barrikade, dann wieder als schmucke Wand. Er radikalisiert die bürgerliche Bibliothek, die als Ansammlung von Buchrücken die Bildung ihrer Besitzer/innen vermeldet, indem er die Bücher so an die Wand nagelt, dass man ihre Buchdeckel sehen kann wie im Werk Der Bücherschänder, das Spitzwegs Bild Der Bücherwurm nachstellt. Mark Divo steht wie der Bücherwurm in Biedermeier-Gewand und mit Perücke auf einer Leiter, statt eine geeignete Lektüre auszuwählen, nagelt er jedoch einen Band in die Bibliothek.
Auf Divos Konto gehen zahllose freie Kunstinitiativen, jedes Jahr zeichnet er sich verantwortlich für die Dada-Festwochen in Prag und auch der Anstoß zur Musealisierung des Cabaret-Voltaire ist ihm zu verdanken. Gemeinsam mit Sonja Vectomov hat er das d.i.v.o. Institute gegründet: Ein bewohntes Museum, in dem Kunst ausgestellt, hergestellt und diskutiert wird. Das Institut in Kolin, unweit von Prag, will die Langeweile und Orientierungslosigkeit in der zeitgenössischen Kunst und in mitteleuropäischen Provinzstädten überwinden, indem es einen lebendigen Gegenentwurf anbietet: Die “bewohnte Skulptur” bildet als Schmelztiegel verschiedener Kunstdisziplinen (Tanz, Theater, Musik und bildender Kunst) ein farbiges und lebendiges Gesamtkunstwerk.“

Divo/Vectomov, Caspar Davids Brotaufstrich, 2010

Divo/Vectomov, Caspar Davids Brotaufstrich, 2010

d.i.v.o. Institute presents Fridericianum, 2010

d.i.v.o. Institute presents Fridericianum, 2010, Photo: Sonja Vectomov

Mark Divo with Motoracek, d.i.v.o. Institute presents Fridericianum, 2010

Mark Divo with Motoracek, d.i.v.o. Institute presents Fridericianum, 2010
Photo: Nils Klinger

Mark Divo ist ein Berserker. Auf sein Konto gehen zahllose freie Kunstinitiativen, immer wieder hat er Gebäude besetzt und annektiert und jweils nullkommaplötzlich in Kunstinstallationen verwandelt.

Siehe auch: http://divoinstitute.org/

„Porträt 0,50 €“ – Tom Ehrlicher

Tom Ehrlicher

Pleinair Maler und Zeichner in Kassel, * 1963

„Porträt 0,50 €“

2006/Work in progress, Aktion in Kassel

"Porträt 0,50 €" - Tom Ehrlicher

Jim Avignon

„Jim Avignon lebt und arbeitet in Brooklyn, New York und ist Pop-Art Künstler und Musiker. Als Maler in Technoclubs, Festivalveranstalter in Moskau und mit seiner Band Neoangin hat Jim Avignon in den letzten 15 Jahren seine unerschöpfliche Kreativität unter Beweis gestellt und wird nicht müde seine charmanten Bilder zur Schau zu stellen und mit seiner bezaubernden Musik auf Tour zu gehen.“

"nature gives up", jim-avignon


(siehe: www.ninasagt.de)
http://jimavignon.com/

Neoangin
Mit seiner „1 Mann Heimelektronikband“ Neoangin brachte Jim Avignon mehrere Alben auf den Markt. Außerdem finden international Auftritte in Clubs statt, wo Avignon sowohl musiziert als auch malt. Der Name Neoangin ist laut Avignon eine Anspielung auf die gleichnamigen süßen Halsschmerztabletten.
Sein Musikstil kann in weitesten Sinne in der elektronischen Musik verortet werden. Neoangin spielt Elektropop, der unter anderen Pop der 60er, Chanson, New Wave, Electroclash und Hip-Hop zitiert. Seine Musikstücke sind oft verhältnismäßig kurz (um die zwei Minuten) und zeichnen sich durch zugängliche Melodien und Harmonien aus.

NEOANGIN: "Say Hi To Your Neighborhood", 2009

CD: Say Hi To Your Neighborhood, Released 2009:
melancholy pays my rent

Künstler und Musiker Jim Avignon zu Gast bei Pegah Ferydoni im zdf.kulturpalast und spricht über seine Arbeit.
(ZDFkultur vom 08.12.2011 20.15)

»Morrissey Foretelling the Death of Diana« – Lars Laumann

»Morrissey Foretelling the Death of Diana« – Lars Laumann
(* 1975 in Brønnøysund, Norwegen;lebt und arbeitet in Oslo)

Lars Laumann deckt detaillierte Zusammenhänge des The Smiths-Albums „The Queen Is Dead“ (1986) mit dem Tod von Lady Diana (1997) auf.

»Morrissey Foretelling the Death of Diana« – Lars Laumann

»Morrissey Foretelling the Death of Diana«, 2006, Video-Projektion, 16 Minuten, Courtesy Maureen Paley, London http://www.kh-do.de/de/Ausstellungen/ausstellungen2011/hinterhalt.html

„Die Verschwörungstheorie wurde oft als Pseudo-Wissenschaft verurteilt, kann aber auch als eines der rhetorischen Mittel verstanden werden, die sich offizieller geschichtlicher Erzählung entgegenstellen. Ob der Tod von Prinzessin Diana von The Smiths und ihrem charismatischen Sänger Morrissey vorhergesagt werden konnte oder nicht, muss erst noch bewiesen werden. Ausgehend von gefundenem Material und im Internet, sowie unter The Smiths-Fans aus aller Welt, zirkulierenden Informationen lokalisiert Lars Laumanns Morrissey Foretelling the Death of Diana (2006) die Präfiguration von Dianas tödlichem Unfall im Jahr 1997 im 1986er Album der Smiths „The Queen is Dead“. Laumanns Film gibt einer urbanen Legende eine Form. Um ein zeitgenössisches Thema zu erzählen, bedient sich die Arbeit der mündlichen Tradition epischer Geschichtenerzählung und heroischer Lieder. “
http://www.kunsthallebasel.ch/ausstellungen/archiv/84

„Nothing is easy“ – Claus Richter

„Nothing is easy“ – Claus Richter

1971 in Lippstadt geboren
lebt und arbeitet in Köln

„Die Filme, Kulissen, Objekte und Auftritte, die ich als Künstler produziere, kreisen immer wieder um ein Themenfeld, das einige Fallen und Unwägbarkeiten in sich birgt, sobald man sich als Akteur darin bewegt: Das Themenfeld heißt Entertainment.
Ernsthaftigkeit kann nicht unterhaltsam sein, zu unvereinbar scheinen Anspruch und Form. Man kann Unter­hal­tung analysieren, kritisieren oder auch dekonstruieren, aber selber den Entertainer geben? Das Stigma der Harmlosigkeit haftet dem Entertainment an, man wendet sich wohl besser abstrakteren Fragestellungen und kunsthistorischen Verweisorgien zu. Dieser Weg ist sicher, ein warmes Nest, aber leider auch staub­trocken. Um ihre Harmlosigkeit zu verlieren, muss Unterhal­tung bitter­böse, ironisch oder zumindest doppelbödig sein. Es muß etwas „dahinter“ stecken. Ich glaube das nicht. “

ROBOT „It ain’t what you do - It’s the way that you do it“

ROBOT „It ain’t what you do – It’s the way that you do it“,
Musical-Video, 2005, Promotionsfoto

http://www.hkst.de/de/aktuelles-fruehling2008/stipendiatenaktuell_richter.html

Nothing is easy & Selected Works from the Hoesch Collection

INSTALLATION VIEW – 2010, Leopold-Hoesch-Museum, Düren
Nothing is easy & Selected Works from the Hoesch Collection

http://www.evawinkeler.com/?page_id=369

Claus Richter "Facade" (détail)

Claus Richter „Facade“ (détail)
http://www.art-magazin.de/blog/2010/12/05/claus-richter-nothing-is-easy-yes/

Zhu Yu 朱昱

„Dass ausgerechnet ein Dokumentarfilm über chinesische Underground-Künstler schon vor der Ausstrahlung am Donnerstag in England einen Skandal verursacht und damit für hohe Einschaltquoten sorgen wird, klingt unglaublich, ist aber wahr. Was der Sender Channel 4 nämlich um 23.05 Uhr ausstrahlen wird , ist vermutlich eines der größten Tabu-Verletzungen der letzten Jahre. (Hier ist vom 02.01.2003 die Rede.)

Gezeigt wird eine Aktion des Künstlers Zhu Yu mit dem Titel „Man-eater“, die er im Jahre 2000 auf einer Kunstausstellung in Schanghai zum ersten Mal präsentiert hat. Dabei sieht der Zuschauer wie Zhu Yu vor laufender Kamera ein angeblich echtes Baby verzehrt, das kurz zuvor als Frühgeburt tot zur Welt gekommen sein soll. “ (http://www.heise.de/tp/artikel/13/13886/1.html)

Hier ein urban legend Artikel dazu:

Do They Eat Babies in China? (From the Mailbag)

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Juliette Bonneviot

„Die französische Künstlerin Juliette Bonneviot beschäftigt sich in der Malerei unter anderem mit der Konstruktion von Bildern und deren zahlreichen Ebenen von Interpretation und Re-Interpretation. Sie bedient sich in ihrer Arbeit sowohl der Hoch- als auch der Populärkultur und führt diese ineinan- der über. Aus Abbildungen von amerikanischen Action Paintings der 1950er- und 1960er-Jahre und deren zugrunde liegendem Mythos des ursprüngli- chen Künstlergestus entnimmt sie Details, die sie in Bildbearbeitungsprogrammen auf virtuell erzeugte Formen von Globen und Monolithen überträgt.“

http://circusberlin.de/juliettebonneviotworks/

Simon Denny

„Simon Denny untersucht in seinen Arbeiten den Umgang mit Materialien in einem Zeitalter, in dem die technologisch bedingte Überproduktion und die Übermacht der Medien bereits als Normen aus vergangenen Zeiten betrachtet werden können.“

Bildmaterial:

http://www.galeriebuchholz.de/content/exhibitions_detail.php?exhibitions_id=136&images_id=1287&mode=images

Aids-3d

Das Künstlerduo Aids-3d (bestehend aus Dan Keller und Nik Kosmos) zielen mit ihren Arbeiten auf den Schnittpunkt von realer und virtueller Realität ab und führen ihren Betrachtern die allmähliche Verschmelzung beider vor.

“ Das real vorhandene löst sich auf und wird verhandelbar mit dem virtuellen. Exemplarisch führt die Arbeit vor, inwiefern Realitäten über unseren Ausgangs- und Betrachterpunkt definiert werden und durch perspektivische Verschiebung das Reale und das Virtuelle miteinander in eine Wechselbeziehung treten.“

Bildmaterial:

http://www.aids-3d.com/jpegs.html

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